Schulsozialarbeit Eberstadt

Schulsozialarbeit Eberstadt

»Die eigentlichen Entdeckungsreisen bestehen nicht im Kennenlernen neuer Landstriche sondern darin, etwas mit anderen Augen zu sehen« Marcel Proust (1871-1922, – französischer Schriftsteller)

Die Dinge mit anderen Augen zu sehen

Ich finde dieser Satz passt von Marcel Proust sehr gut und ganz besonders zu meinem Arbeitsfeld! Mein Name ist Ute Gschwend und ich bin seit mittlerweile 18 Jahren als Sozialarbeiterin in und um Schule herum tätig. Was Sozialarbeit in und um Schule herum ausmacht ist eine immense Vielfältigkeit. Kein Tag ist wie jeder andere und es gibt immer wieder neues zu lernen. Bereichernd ist es, die verschiedensten Menschen, deren Leben und Lebenslagen unterschiedlichster Art kennenzulernen und mit den unterschiedlichsten Professionen zusammen zu arbeiten. Bewundernswert finde ich, wie manche auch ihre oft ungewöhnlichen und schwierig erscheinenden Situationen meistern. Natürlich gibt es Themen, bei denen ich schlucken muss, doch meistens gibt es Wege und Lösungen, die man im ersten Moment vielleicht gar nicht gesehen hat. Da kann es hilfreich sein zu versuchen, „die Dinge mit anderen Augen zu sehen“.

Um in diesem Bereich arbeiten zu können braucht man einen „Bauchladen“ an Grundlagen, Ideen, Ansatzmöglichkeiten und Herangehensweisen, der irgendwie nie fertig ausgestattet ist, Flexibilität und Interesse an Menschen! Hilfreich wäre auch ein gutes Namensgedächtnis, aber da ich mit netten Menschen — alt wie jung — zusammenarbeite, nehmen sie es mir nicht übel, wenn ich auch dreimal nachfrage!

Nun hat ein neues Schuljahr angefangen. Mein fünftes Jahr bei Mobilen Praxis und somit auch an der Gutenbergschule, der ich von Anfang an zugeordnet war. Neu kommt in diesem Schuljahr für mich die Frankensteinschule hinzu, an der ich gemeinsam mit meinem Teamkollegen Sebastian Werner, der schon länger dort tätig ist, einsteigen werde. Zur praktischen Arbeit kann ich da noch wenig sagen – außer, dass ich gespannt bin eine neue Grundschule, ein neues Lehrerkollegium, eine neue Schülerschaft kennenzulernen und, nach einem ersten Kooperationsgespräch mit dem Schulleiter, zunächst mit der Hospitation in verschiedenen Klassen beginnen werde. Besonders an der Frankensteinschule ist, dass sie seit letztem Schuljahr Kinder, die noch wenig bis kein Deutsch sprechen, mit ihren Familien aus den Heimatländern geflüchtet sind und in der Jefferson-Siedlung eine Bleibe gefunden haben, aufgenommen hat. Das bringt Ungewohntes und Situationen mit sich, bei denen wir von Seiten der Schulsozialarbeit sowohl die Schule als auch die Kinder und deren Familien sicherlich unterstützen können.

Neues, heißt, etwas altes, nämlich meine Arbeit an der Ludwig-Schwamb-Schule abzugeben. Dort habe ich gemeinsam mit meiner Kollegin Heleen Tiemersma in den vergangenen zwei Schuljahren gearbeitet und z.B. in einer 2. Klasse Interaktionsstunden durchgeführt. An der Ludwig-Schwamb-Schule hat die Schulsozialarbeit einen eigenen großen Raum mit einer Büroecke, aber auch einem Tischkicker, einer Schaukel, einem Schlagzeug, einer gemütlichen Sofaecke und großen weichen Bausteinen zur Verfügung. In meiner Marte-Meo-Arbeit mit drei Jungs aus der ersten Klasse war dieser attraktive Raum eine tolle Basis für eine interessante Gruppen, aber auch Einzelarbeit! Wie z.B. bei Simon, für ihn war der Tischkicker interessant. Und obwohl ich mir wirklich Mühe gab, war der Torerfolg meistens auf seiner Seite Im Gespräch mit Elias Vater und seiner Klassenlehrerin bestätigten mir beide, wie gerne er in die Stunde zur Schulsozialarbeit kommt und dass er es mittlerweile schafft, auch mal zu verlieren, ohne gleich einen Wutausbruch zu bekommen, sich freuen kann am Spiel und auch am Erfolg anderer. Er hatte entwickelt zu sagen, wenn ihn etwas stört oder er etwas braucht, ohne den Clown im Unterricht spielen zu müssen.

Gerne war ich auch in den Interaktionsstunden einer ersten Klasse, in der es darum ging, dass die Klasse sich findet, sie aufeinander achten und Übergänge, wie z.B. vom Arbeiten am Tisch zum Sitzen im Sitzkreis in der Mitte des Raumes, gemeinsam ruhig und zügig zu gestalten. In dieser Klasse hatte ich meine Gitarre dabei und wir starteten unsere Stunde mit einem afrikanischen Begrüßungslied. Im Laufe des Schuljahres wurde ich dann oft singenderweise, z.B. wenn ich einzelnen auf dem Schulhof begegnete, mit „Salibonani“ begrüßt! Nicht nur diese Klasse liebte die Spiele mit dem bunten Schwungtuch, in das wir zum Abschluss der Stunde immer in der „Höhle“ – das Tuch wird auf Kommando nach oben geschwungen und alle setzen sich unter das Tuch auf den Rand – zusammenkamen und eine kurze Reflektionsrunde hatten.

Den Hauptteil meiner Arbeitszeit bin ich an der Gutenbergschuleeiner integrierten Gesamtschule mit den Klassenstufen 5 bis 10, an der ich seit meinem Beginn bei der Mobilen Praxis arbeite. Schon wenn ich morgens mein Fahrrad auf dem Schulhof abschließe kommen oft die ersten SchülerInnen – sei es um einfach Hallo zu sagen, mir eine kurze Rückmeldung zu geben oder mit einem Anliegen. Seit vergangenem Schuljahr ist mein Kollege Didier Van Damme mit mir an der GUT und mit ihm kam auch das Projekt ÜSB – Übergang Schule-Beruf. Hier geht es um die Begleitung der H8 und H9 mit dem Ziel, für die Schulabgänger eine gute Anschlussperspektive zu finden. Dazu braucht es ein gutes Netzwerk unterschiedlichster Institutionen. Wichtige Kooperationspartner sind hierbei neben den Lehrkräften der Schule auch die Lotsen – eine Gruppe ehrenamtlicher Männer, die ihr aktives Berufsleben hinter sich haben und somit viel wertvolle Erfahrung mitbringen.

Eine große Arbeitserleichterung und wesentlich für unsere Arbeit an der GUT ist, dass uns seit diesem Schuljahr ein „eigener“ Raum für die Schulsozialarbeit zur Verfügung steht. Es hat nicht lange gedauert, bis die SchülerInnen den Weg dorthin gefunden hatten! Zusätzlich steht uns weiterhin am Vormittag der Raum der Betreuung im gleichen Gebäude im Erdgeschoss zur Verfügung – ein großer Raum, hell, mit Tischkicker und vielen Spielen, in dem die dort angemeldeten Kinder der 5. Und 6. Klassen zwischen 12.15 Uhr bis 15.00 Uhr von KollegInnen betreut werden.

Einige der Fünftklässler kenne ich bereits aus dem vergangenen Schuljahr, als sie noch an den unterschiedlichen Grundschulen in Eberstadt in den vierten Klassen waren. Seit mittlerweile 3 Jahren bieten wir im Rahmen unserer Kooperation mit dem TV 1876 Trampolinprojekte zum Übergang Grundschule – weiterführende Schule an. Kinder, die im Sozialraum Eberstadt in die Grundschule gehen und von denen wir von daher wissen, wenn sie auf die Gutenbergschule wechseln, lade ich ein zu einem Kennenlernen – sich gegenseitig, ein paar SchülerInnen von der Gutenbergschule, die ebenfalls teilnehmen und mich. Das Projekt ist auch über den Sozialraum Eberstadt bekannt. So meldete sich vergangenes Jahr ein Kollegin von KOMM, die ein Kind einer vierten Klasse begleitete, das an die GUT wechseln sollte und das so im Vorfeld Kontakt knüpfen konnte.

Unterstützt werde ich bei diesen Gruppen von einem Übungsleiter aus dem Verein, der selbst ein sehr guter Trampolinturner ist. Wir bauen mit den Kindern gemeinsam auf und ab, machen Spiele auf dem Trampolin, die Kinder lernen verschiedene Sprünge kennen und meistens gehen die 90 Minuten viel zu schnell vorbei! Ein Highlight ist dann immer, wenn der Profi seine Künste zeigt und so hoch springt, dass er auch mal die Decke berührt!

Mittlerweile haben wir über das ganze Schuljahr zwei feste Hallenzeiten, zu denen ich, unterstützt von immer einem/einer SportübungsleiterIn, SchülerInnen aus den unterschiedlichen Schulen, alters- und klassenübergreifend , mal gemischte Jungs-/ Mädchengruppen, mal nicht, in Absprache mit meinem Team und auch Lehrkräften, einlade. Der Lerneffekt – sowohl motorisch wie sozial – als auch der Spaßfaktor sind groß!

Zu Beginn eines jeden Schuljahres stehen unsere Kennenlernvormittage mit den fünften Klassen an. In Absprache mit den Lehrkräften, laden wir jede Klasse einzeln ein, einen Vormittag in die „Kiste“ zu kommen. Die „Kiste“ ist das Jugendzentrum, das sich auf dem Gelände der GUT befindet. Gemeinsam mit Emi, der Sozialpädagogin vom JUZ, der Klassenlehrkraft begrüßen wir die Kinder zunächst, stellen uns vor, um dann in verschiedenen Spielen, die Kinder, deren Namen und was sie ausmacht, kennenzulernen.

Klassenfindungsprozesse gilt es von Zeit zu Zeit auch in anderen Klassenstufen zu begleiten, – mittlerweile kennt das Kollegium uns und unsere Arbeit und bei Bedarf kommt man auf uns zu – auch bei Fragen zu einzelnen Schülern oder Themen, und wir werden beratend zu Klassenkonferenzen oder Elternabenden eingeladen und sind bei der alle sechs Wochen stattfindenden Fallbesprechungsgruppe mit der Schulpsychologin dabei. Wichtige Grundlage sind hierbei die regelmäßigen Kooperationsgespräche in der Schule, um über unsere Arbeit zu informieren und Bedarfe abzusprechen.

Es gibt ganz unterschiedliche Wege, wie wir von Kindern und Jugendlichen in kritischen Lebenslagen oder einfach akut schwierigen Situationen erfahren. So kam die Freundin einer Schülerin auf uns zu, die gemobbt wurde und sich selbst nicht traute uns anzusprechen. Mit dem Ansatz „No-blame-approach“ konnten wir im Gespräch zunächst mit Alma selbst und dann mit einigen KlassenkameradInnen die Situation für sie gut und schnell lösen.

In einem anderen Fall sprach uns die Lehrerin eines Schülers einer achten Klasse an, der aus dem Heimatland mit seiner Mutter nach Deutschland gezogen war, der den Schulbesuch verweigerte. In einem Gespräch mit Dominik kam heraus, dass er viel lieber beim Vater im Heimatland geblieben wäre, seine Mutter das aber angeblich nicht wolle. Natürlich folgten auch Gespräche mit der Mutter, doch er war mit all dem nicht zufrieden. Kinder und Jugendliche können beim Verfolgen ihrer ganz eigenen Ziele sehr kreativ.

So gibt es noch viele Beispiele, die ich schildern könnte, auch mit Elternkontakten, -beratung und -begleitung, der Kooperation mit dem Jugendamt, wenn z.B. weitergehende Unterstützung in einer Familie hilfreich sein kann, dem Kinder- und Jugendbeauftragten der Stadt Darmstadt, der niedrigschwellig einen Jungen begleitet, auch mal nach Hause zu ihm geht, mit JustiQ – Jugend stärken im Quartier die den Blick auf schulmüde Jugendliche haben etc..

Dieser Bericht ist ein Ausschnitt meiner Arbeit geworden, der die immense Vielfältigkeit dieses Arbeitsfeldes wiedergibt und beliebig zu erweitern kein Problem wäre. Alle Namen der im Text erwähnten Kinder wurden geändert.

Ute Gschwend, Schulsozialarbeit

 

Erfahrungsbericht von Didier Van Damme zur Schulsozialarbeit

 

Seit nun mehr als zwei Jahren arbeite ich, als Schulsozialarbeiter für die Mobile Praxis im Sozialraum Eberstadt. Derzeit bin ich an drei Schulen in Eberstadt eingesetzt. Dazu gehören die Gutenbergschule (eine kooperative Gesamtschule), die Mühltalschule (Förderschule) und die Ludwigs-Schwamb-Schule (Grundschule). Daneben bin ich mit meiner Kollegin noch für das Projekt „Übergang Schule zum Beruf“ an der Gutenbergschule zuständig. Die Eckpfeiler meiner Arbeiten umfassen Prävention, Chancengleichheit und Begleitung Jugendlicher. Da ich an drei verschiedenen Schulen bin, die zwar räumlich nah beieinander liegen, muss ich den Tag gut im voraus planen. Dies gelingt in der Regel, wird aber oftmals durch „unvorhergesehene Ereignisse“ erschwert.

Somit fängt die Woche am Sonntag mit einem Wochenplan an und der Frage, wird er zu halten sein? Werde ich pünktlich sein? Schaffe ich es rechtzeitig in den Klassenraum oder zur Konferenz?

Montag

Die Woche startet an der Ludwig-Schwamb Schule. Hier werde ich schon am Schultor oftmals von SchülerInnen der Grundschule empfangen, die sich schon auf unsere Pausenspiele und die gemeinsamen „Miteinanderstunden“ freuen. Zunächst bespreche ich noch mit meiner Kollegin, Frau Tiemersma über die Wochenplanung und die gemeinsamen Aktivitäten die wir diese Woche anbieten. Im Anschluss geht es in die Klassenratsstunde der dritten Klasse. Im Klassenrat lernen die SchülerInnen das Zusammenleben gemeinsam zu gestalten. Es sollte als demokratisches Forum einer Klasse dienen in dem die SchülerInnen über Ihre Themen reden, diskutieren und entscheiden. Hier werden über Themen wie, müssen Straßenschuhe in der Klasse ausgezogen werden? Darf man den Fidget Spinner in der Klasse benutzen diskutiert, argumentiert und auch gestritten. Am Ende wird demokratisch abgestimmt und gemeinsam entschieden.

Die Pausenspiele stehen an und sind ein wichtiger Bestandteil des Tages. Hierfür haben wir zwei Kisten mit verschiedenen Spielgeräten, angefangen vom Fußball, Pedalo, Diabolo bis zu den Stelzen. Während den Pausenspielen bin ich auf dem Hof und helfe mit den Spielgeräten.

Nach der Pause wird es turbulent, die Jungengruppe steht auf dem Programm. Die Gruppe besteht aus vier Jungen, die jeder für sich ein wenig Unterstützung benötigen und die in der Gruppe zusammen gestärkt werden sollen. Wir spielen Karten wie »Uno«, »Dreckssau« oder bauen mit Schaumstoffbausteinen Burgen, basteln und bemalen Vogelhäuser, kneten Ton und die Stunde verfliegt wie im Fluge.

Im Anschluss an die Stunde geht es direkt zur Gutenbergschule, wo ich bereits erwartet werde um mich mit LehrerInnen oder Schulleitung abzustimmen. Danach habe ich meistens noch ein, zwei Schulgespräche mit Schülern. Hier werden mit den Schülern Streitereien geklärt, Probleme besprochen, Praktikumsbewerbungen geschrieben, Unterstützung bei alltäglichen Fragen gegeben.

Zum Ende des Tages finden in regelmäßigen Abständen die Konferenzen der Mühltalschule statt. Hierzu ist die Schulsozialarbeit auch eingeladen und es werden die verschiedenen Themen angesprochen, Fehlzeiten, individuelle Schüler, die kommenden Termine etc. Hier ist die beste Zeit sich mit den LehrerInnen und der Schulleitung der Mühltalschule auszutauschen.

Dienstag

Dieser Tag gehört ganz der Gutenbergschule, gestartet wird zumeist mit einer Besprechung mit meiner Kollegin Frau Gschwend, bei dem wir die Aktivitäten besprechen und uns gegenseitig informieren mit welchen Kindern wir Einzeltermine haben. Weiter geht es im Lehrerzimmer um sich auszutauschen bzw. in der Pause auf den Pausenhof um mit den SchülerInnen zu reden. Im Folgenden finden dann Einzeltermine mit verschiedenen SchülerInnen statt. Diese sind entweder im Rahmen der Schulsozialarbeit oder im Rahmen des Projektes „Übergang von Schule zum Beruf“, wenn es um berufsbezogene Themen geht. Mittags starten wir mit dem Bewerbungsnachmittag im Rahmen des o.g. Projektes. Hier kommen die SchülerInnen in Ihrer Freizeit zu uns um ihr Lebenslauf und ihre Bewerbungen zu schreiben oder manchmal nur um diesen den letzten Schliff zu geben. Bei dieser Aufgabe unterstützen uns die Lotsen der Gutenbergschule tatkräftig. Ab und an stehen hier auch Außentermine an, wo wir uns u.a. auch um die Bewerbungsbilder kümmern.

Mittwoch

Der Mittwoch startet in der Ludwig-Schwamb-Schule, mit der „Miteinanderstunde“, welche ich zusammen mit meiner Kollegin in der ersten Klasse halte. Hier lernen wir die erste Klasse kennen. Die „Miteinanderstunde“ ist eine Sozialstunde, in der viel gespielt wird. Es geht dabei um das etablieren von Rituale und gemeinsamen erarbeiten von Klassenregeln mit den Kindern. Und erneut geht es zur Gutenbergschule. Der Nachmittag ist für die Werkstatt des Bildungswerkes mit Schülern der Mühltalschule reserviert. In der Holzwerkstatt bauen die Schüler Holzkästchen, Vogelhäuschen, Osterhasen und Regale. Sie lernen den Umgang mit Holz und Werkzeugen. Hier unterstütze ich den Kollegen des Bildungswerkes und kann sehr ungezwungen mit den SchülerInnen an Ihren „ersten Holzerfahrungen“ teilnehmen.

Donnerstag

Am Donnerstag bin ich überwiegend in der Gutenbergschule jedoch auch für die SchülerInnen der Mühltalschule. Im Rahmen der Inklusion, bei der die Mühltalschule immer mehr in die Gutenbergschule integriert wird, findet der Unterricht der Klasse BOI der Mühltalschule in der Gutenbergschule statt. Hier unterstütze ich die Schülerinnen bei Ihrem „Ankommen“ in der neuen Schule. Ich bin zumeist eine Schulstunde mit im Unterricht und durchweg in den Pausen auf dem Pausenhof. Den Donnerstag nutze ich gemeinsam mit meiner Kollegin Frau Gschwend für gemeinsame Aktionen die wir mit der Schule und dem Jugendhaus »Zigarrnkiste« durchführen. So haben wir jährlich mit allen fünften Klassen der Gutenbergschule einen „Kennenlerntag“, bei dem wir einen Vormittag mit der Klasse verbringen. Bei Elterngespräche werden die verschiedenen Themen des Schulalltages besprochen. Im Rahmen des Projektes „Übergang Schule zum Beruf“ sind es die wichtgsten Themen Schulabschluss, Schulverweigerung und weiterer Werdegang.

Freitag

Der Freitag startet in der Regel sehr früh, da ich nur bis zehn Uhr in der Gutenbergschule sein kann. In der ersten Pause treffen wir uns meistens mit den Lotsen der Gutenbergschule. Die Lotsen sind ehrenamtlich Helfer die SchülerInnen u.a. bei der Praktikumssuche unterstützen. Danach flitze ich zur Mühltalschule wo ich die Stunde „Fit und Aktiv“ mit der Mittelstufe verbringe. Hier geht es vor allem darum Spaß und Freude an der Bewegung zu haben. Regelmäßig nutzen wir auch die Stunde und laden die Eltern der SchülerInnen in das Elternkindcafè) ein. Die Eltern erhalten hier einen Einblick in das Schulleben Ihrer Kinder. Nach dieser Stunde geht es in die Grenzallee und die Woche schließt mit dem wöchentlichen Teammeeting und damit die Woche an der ich an vielen Orten gleichzeitig war.

Neben diesen mehr oder weniger festen Wochenterminen, kommt es regelmäßig zu spontanen ungeplanten Begegnungen im Sozialraum, was die Arbeit so interessant und reizvoll macht.

Didier Van Damme